Rollladen selbst reparieren oder doch besser vom Fachbetrieb?

Hochwertige Rollladen sind robust und langlebig. Doch mitunter kann schon eine Kleinigkeit dazu führen, dass der Hitze- und Sonnenschutz plötzlich „streikt“. Manche Probleme lassen sich in Eigenregie beheben, doch bei bestimmten mechanischen und elektrischen Störungen sollte man lieber einen Fachmann kommen lassen.

Wenn der Antrieb defekt ist …

Das gilt besonders für die defekte Steuerung eines elektrischen Rollladens. Wenn der Motor gar kein Geräusch mehr von sich gibt, oder beunruhigend brummt, liegt die Ursache in der Elektronik. In diesem Fall muss die elektrische Steuerung überprüft wurden, was immer ein Fachbetrieb erledigen sollte.

Aber auch bei mechanisch betriebenen Rollladen ist Vorsicht angesagt. Die feine Mechanik braucht eine Behandlung mit Sachverstand; ein unsachgemäßes Eingreifen kann diese empfindlich stören.

Wenn der Gurt gerissen ist …

Gerade bei älteren Rollladen kann es durch die jahrelange Beanspruchung passieren, dass bei mechanisch betriebenen Modellen der Gurt reißt. Einen alten Rollladengurt zu reparieren, lohnt sich meist nicht, da das ermüdete Material häufig schon bald an einer anderen Stelle reißt. Rollladengurte, wie sie viele Baumärkte anbieten, sind nicht teuer. Den Austausch schaffen auch handwerklich versierte Laien.

In einem ersten Schritt sollten Sie beim Austausch den Kasten des Rollladens öffnen, den Rollladen gleichmäßig auf die Welle bzw. die Aufwickelrolle aufwickeln und hochziehen. Nun müssen Sie dafür sorgen, dass der Rollladen in der aufgerollten Position verharrt, indem Sie ihn mit Holzkeilen gut verkeilen.

Anschließend lassen sich die Gurtreste aus dem Rollladenkasten entfernen. Ein Foto, das die Befestigung des alten Gurts dokumentiert, erleichtert den Einbau des neuen Gurts. Jetzt kann der demontierte Gurtwickler aus der Wand entfernt werden.

Dafür müssen sie meistens nur zwei Schrauben lösen. Anschließend können Sie das Reststück des defekten Rollladengurts entfernen. Ist das erledigt, wird der Gurtwickler gespannt, indem er von Hand aufgedreht wird, bis er die optimale Federspannung erreicht hat.

Befestigen Sie jetzt am Arretierstift des Aufwicklers den neuen Gurt! Dafür muss mitunter ein Loch mit einer Lochzange geknipst werden. Nun lässt sich der Rollladengurt aufwickeln und das Ende des Gurts wird durch den Ausgangsschlitz geführt. Ist das geschafft, wird das offene Ende des Gurts durch die Zuführung zum Rollladenkasten geleitet.

Das gleiche Verfahren wird mit dem anderen Gurtende durchgeführt. Jetzt darf die Verkeilung gelöst und anschließend der Rollladen behutsam in die heruntergelassene Position geführt werden. Ist das geschafft, können Sie den Rollladenkasten schließen und den Gurtwickler wieder an der Wand montieren.

Wenn der Gurt lose aus dem Aufwickler hängt …

Mitunter ist der Rollladengurt zwar noch intakt, aber nicht funktionstüchtig, weil die Feder im Aufwickler gebrochen ist. Der Gurt hängt lose aus dem Aufwickler und die Spannung, die den Gurt automatisch einzieht, fehlt. In diesem Fall muss man den Gurtwickler aus der Wandöffnung ausbauen, in dem man die Befestigungsschrauben löst.

Anschließend kann man diesen zerlegen und die gebrochene Feder ersetzen. Ist der Gurt wieder in Position, können Sie den Gurtwickler spannen. Dabei sollten Sie darauf achten, ihn weder zu locker, noch zu fest zu spannen. Andernfalls kann es passieren, dass sich der Gurt im Einsatz nicht vollständig aufrollt.